
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Matthäusevangelium 6
26 Schaut auf die Vögel des Himmels: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln nicht in Scheunen und euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? 27 Wer aber von euch kann mit seinen Sorgen seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzufügen?
(De Civ. Dei, xxii. 15.) Wenn aber Christus mit derselben Gestalt auferstanden ist, mit der Er starb, so ist es gottlos zu sagen, dass, wenn die Zeit der Auferstehung aller kommt, Seinem Leib eine Größe hinzugefügt werde, die Er bei Seiner eigenen Auferstehung nicht hatte (denn Er erschien Seinen Jüngern mit jenem Leib, in dem Er unter ihnen bekannt gewesen war), so dass Er dem Größten unter den Menschen gleich werde. Wenn wir wiederum sagen, dass alle Leiber der Menschen, ob groß oder klein, gleichermaßen zur Größe und Gestalt des Leibes des Herrn gebracht werden, dann wird viel von vielen Leibern vergehen, obwohl Er erklärt hat, dass kein Haar fallen soll. Es bleibt also, dass jeder in seiner eigenen Gestalt auferweckt wird – jener Gestalt, die er in der Jugend hatte, wenn er im Alter starb; wenn in der Kindheit, jener Gestalt, die er erreicht hätte, wenn er gelebt hätte. Denn der Apostel sagt nicht: „Zum Maß der Gestalt“, sondern: Zum Maß des vollkommenen Alters Christi. (Eph. 4:13.) Denn die Leiber der Toten werden in Jugend und Reife auferstehen, die, wie wir wissen, Christus erreicht hat.