
Ambrosius von Mailand
Catena Aurea · Matthäusevangelium 4
8 Wieder nahm ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit 9 und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest. 10 Da sagte Jesus zu ihm: Hinweg, Satan! Denn es steht geschrieben: Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen. 11 Da verließ ihn der Teufel und Engel traten hinzu und dienten ihm.
(in Luc. c. iv. 11.) Der Ehrgeiz hat seine Gefahren im eigenen Haus; um zu herrschen, ist er zuerst Sklave anderer; er beugt sich in Schmeichelei, um in Ehre zu herrschen; und während er erhöht werden will, wird er erniedrigt.