
Hieronymus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 27
51 Da zerriss der Vorhang des Tempels von oben bis unten entzwei, die Erde erbebte und die Felsen spalteten sich, 52 die Gräber öffneten sich und die Leiber vieler Heiliger, die entschlafen waren, wurden auferweckt. 53 Sie kamen nach seiner Auferweckung aus den Gräbern hervor, gingen in die heilige Stadt und erschienen vielen. 54 Als der Hauptmann und die, die mit ihm Jesus bewachten, das Erdbeben bemerkten und sahen, was geschah, gerieten sie in große Furcht und sagten: Das war in Wahrheit Gottes Sohn! 55 Es waren dort auch viele Frauen, die von fern zusahen; sie waren Jesus von Galiläa her nachgefolgt und hatten ihm gedient. 56 Unter ihnen waren Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus und des Josef, und die Mutter der Zebedäussöhne.
Es war ein jüdischer Brauch und galt nach den Sitten des alten Volkes nicht als Schande, dass Frauen ihren Lehrern von ihrem Vermögen, Speise und Kleidung dienten. Dies sagt Paulus, dass er es ablehnte, weil es bei den Heiden Anstoß erregen könnte. Sie dienten dem Herrn von ihrem Vermögen, damit Er ihre fleischlichen Dinge ernte, von denen sie geistliche Dinge ernteten. Nicht dass der Herr Nahrung von der Kreatur brauchte, sondern damit Er ein Beispiel für den Lehrer gäbe, dass er sich damit begnügen solle, Nahrung und Kleidung von seinen Jüngern zu empfangen. Aber sehen wir, was für Begleiterinnen Er hatte: Unter ihnen waren Maria Magdalena und Maria, die Mutter von Jakobus und Josef, und die Mutter der Söhne des Zebedäus.