
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Matthäusevangelium 27
51 Da zerriss der Vorhang des Tempels von oben bis unten entzwei, die Erde erbebte und die Felsen spalteten sich, 52 die Gräber öffneten sich und die Leiber vieler Heiliger, die entschlafen waren, wurden auferweckt. 53 Sie kamen nach seiner Auferweckung aus den Gräbern hervor, gingen in die heilige Stadt und erschienen vielen. 54 Als der Hauptmann und die, die mit ihm Jesus bewachten, das Erdbeben bemerkten und sahen, was geschah, gerieten sie in große Furcht und sagten: Das war in Wahrheit Gottes Sohn! 55 Es waren dort auch viele Frauen, die von fern zusahen; sie waren Jesus von Galiläa her nachgefolgt und hatten ihm gedient. 56 Unter ihnen waren Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus und des Josef, und die Mutter der Zebedäussöhne.
(de Cons. Ev. iii. 20.) Es ist hier kein Widerspruch, dass Matthäus sagt, dass der Hauptmann und die, die bei ihm waren und Jesus bewachten, sich fürchteten, als sie das Erdbeben und die Dinge sahen, die geschahen; während Lukas sagt, dass er sich über die Hingabe des Geistes mit lauter Stimme wunderte. Denn wenn Matthäus hinzufügt: die Dinge, die geschahen, gibt dies dem Ausdruck des Lukas vollen Raum, dass er sich über den Tod des Herrn wunderte, denn dieser war unter anderem wunderbar.