
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Matthäusevangelium 26
36 Darauf kam Jesus mit ihnen an ein Gehöft namens Getsemani und sagte zu den Jüngern: Setzt euch hier, während ich dorthin gehe und bete. 37 Und er nahm Petrus und die beiden Zebedäussöhne mit sich und begann sich zu betrüben und zu verzagen. 38 Da sagte er zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis in den Tod. Bleibt hier und wacht mit mir!
(Lib. 83. Quæst. q. 80.) Wir haben die Berichte der Evangelisten, durch die wir wissen, dass Christus sowohl von der seligen Jungfrau Maria geboren, von den Juden ergriffen, gegeißelt, gekreuzigt, getötet und in ein Grab gelegt wurde, was alles nicht ohne einen Leib geschehen sein kann, und nicht einmal die Verrücktesten werden sagen, dass diese Dinge bildlich zu verstehen sind, wenn sie von Männern erzählt werden, die aufschrieben, was sie als geschehen in Erinnerung hatten. Diese also sind Zeugen, dass Er einen Leib hatte, wie jene Affekte, die nicht ohne Geist sein können, beweisen, dass Er einen Geist hatte, und die wir in den Berichten derselben Evangelisten lesen, dass Jesus sich wunderte, zürnte, traurig war.