
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Matthäusevangelium 26
26 Während des Mahls nahm Jesus Brot, sprach das Segensgebet, brach es und gab es den Jüngern mit den Worten: Nehmt, esst, das ist mein Leib.
Und sagte: Nehmet, esset; Der Herr lädt Seine Diener ein, Ihn Selbst als Speise vor sie zu setzen. Aber wer würde es wagen, seinen Herrn zu essen? Diese Speise erquickt, wenn sie gegessen wird, aber sie vergeht nicht; Er lebt, nachdem Er gegessen wurde, Der auferstand, nachdem Er getötet worden war. Auch wenn wir Ihn essen, teilen wir nicht Seine Substanz; sondern so ist es in diesem Sakrament. Die Gläubigen wissen, wie sie sich vom Fleisch Christi nähren, jeder empfängt einen Teil für sich. Er wird im Sakrament in Teile geteilt, doch bleibt Er ganz; Er ist ganz im Himmel, Er ist ganz in deinem Herzen. Sie werden Sakramente genannt, weil in ihnen das, was gesehen wird, eines ist, das, was verstanden wird, ein anderes; was gesehen wird, hat eine materielle Form, was verstanden wird, hat geistliche Frucht.