
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Matthäusevangelium 26
26 Während des Mahls nahm Jesus Brot, sprach das Segensgebet, brach es und gab es den Jüngern mit den Worten: Nehmt, esst, das ist mein Leib.
(Ep. 54. 7.) Und während sie aßen, woraus klar ersichtlich ist, dass die Jünger beim ersten Empfang des Leibes und Blutes des Herrn nicht nüchtern waren. Aber sollen wir deshalb die Praxis der ganzen Kirche, nüchtern zu kommunizieren, ablehnen? Dem Heiligen Geist hat es gefallen, dass zur größeren Ehre eines so großen Sakraments der Leib des Herrn in den Mund des Christen vor anderer Speise gelange. Um die Tiefe dieses Geheimnisses nachdrücklicher zu empfehlen, wählte der Erlöser dies als das Letzte, was er den Herzen und der Erinnerung seiner Jünger einprägen wollte, von denen er zu seinem Leiden scheiden sollte. Aber er bestimmte nicht, in welcher Ordnung es fortan empfangen werden sollte, um dies den Aposteln vorzubehalten, durch die er seine Kirche ordnen würde.