Origenes
Catena Aurea · Matthäusevangelium 26
17 Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote kamen die Jünger zu Jesus heran und fragten: Wo willst du, dass wir dir das Paschamahl vorbereiten? 18 Da sagte er: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister lässt sagen: Meine Zeit ist da. Bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl halten. 19 Die Jünger taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.
Jemand könnte einwenden (z. B. die Ebioniten), dass, weil Jesus das Pascha mit jüdischen Bräuchen hielt, wir als Nachfolger Christi dasselbe tun sollten, ohne zu bedenken, dass Jesus unter das Gesetz getan wurde, jedoch nicht, um die, die unter ihm waren, unter dem Gesetz zu lassen (Gal. 4,4), sondern um sie daraus herauszuführen; wie viel weniger ziemt es sich dann, dass die, die zuvor ohne das Gesetz waren, danach hineingehen? Wir feiern geistig, was im Gesetz fleischlich gefeiert wurde, indem wir das Pascha in den ungesäuerten Broten der Lauterkeit und Wahrheit halten (1 Kor. 5,8; Joh. 6,53), nach dem Willen des Lammes, das sagte: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und sein Blut trinkt, habt ihr kein Leben in euch.