Origenes
Catena Aurea · Matthäusevangelium 26
6 Als Jesus in Betanien war, im Hause Simons des Aussätzigen, 7 kam eine Frau mit einem Alabastergefäß voll kostbarem Salböl zu ihm und goss es über sein Haar, während er zu Tisch lag. 8 Als die Jünger das sahen, wurden sie ärgerlich und sagten: Wozu diese Verschwendung? 9 Das hätte man teuer verkaufen und den Erlös den Armen geben können. 10 Als Jesus das merkte, sagte er zu ihnen: Was kränkt ihr die Frau? Sie hat doch eine gute Tat an mir getan. 11 Denn Arme habt ihr ja allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit. 12 Als sie dieses Salböl über meinen Leib goss, hat sie es für mein Begräbnis getan. 13 Amen, ich sage euch: Wo immer auf der ganzen Welt dieses Evangelium verkündet wird, da wird auch zu ihrem Gedächtnis erzählt werden, was sie getan hat.
Matthäus und Markus berichten, dass dies im Hause Simons des Aussätzigen geschah; Johannes aber sagt, dass Jesus in ein Haus kam, wo Lazarus war; und dass nicht Simon, sondern Maria und Marta dienten. Weiterhin kam er nach Johannes sechs Tage vor dem Pascha nach Bethanien, wo Maria und Marta ihm ein Mahl bereiteten. Hier aber ist es im Hause Simons des Aussätzigen, und zwei Tage vor dem Pascha. Und bei Matthäus und Markus sind es die Jünger, die mit guter Absicht Unwillen zeigen; bei Johannes Judas allein mit der Absicht zu stehlen; bei Lukas tadelt niemand.