
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Matthäusevangelium 25
31 Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. 32 Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. 33 Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken. 34 Dann wird der König zu denen auf seiner Rechten sagen: Kommt, ihr Gesegneten meines Vaters, nehmt das Reich in Besitz, das euch seit Grundlegung der Welt bereitet ist. 35 Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gereicht; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen; 36 ich war nackt und ihr habt mich bekleidet; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. 37 Da werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann sahen wir dich hungrig und haben dir zu essen gegeben oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? 38 Wann haben wir dich als Fremden gesehen und aufgenommen oder nackt und dich bekleidet? 39 Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? 40 Und der König wird ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was immer ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. 41 Dann wird er auch zu denen auf der Linken sprechen: Hinweg von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist. 42 Denn ich war hungrig und ihr habt mir nicht zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben; 43 ich war fremd und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mich nicht bekleidet; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht. 44 Dann werden auch sie antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? 45 Da wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was immer ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.
(de Civ. Dei, xxi. 10.) Daraus ist klar, dass dasselbe Feuer zur Bestrafung von Menschen und Dämonen bestimmt sein wird. Wenn es also durch körperliche Berührung Schmerz zufügt, um körperliche Qual zu bewirken, wie wird es dann eine Strafe für die bösen Geister enthalten, es sei denn, die Dämonen haben, wie einige meinten, Körper aus grober und flüssiger Luft. Aber wenn jemand behauptet, die Dämonen hätten keine Körper, wollen wir darüber nicht streitsüchtig verhandeln. Denn warum sollten wir nicht sagen, dass wahrhaft, obwohl wunderbar, sogar ein körperloser Geist den Schmerz des körperlichen Feuers empfinden kann? Wenn die Geister der Menschen, obwohl selbst körperlos, jetzt in körperliche Glieder eingeschlossen werden können, können sie dann untrennbar an die Fesseln des Körpers gebunden sein. Die Dämonen werden also mit einem Körper aus materiellem Feuer verbunden sein, obwohl sie selbst immateriell sind, und ziehen Strafe aus ihrem Körper, ohne ihm Leben zu geben. Und jenes Feuer, da es materiell ist, wird solche Körper wie unsere mit ihren Geistern quälen; aber die Dämonen sind Geister ohne Körper.