Origenes
Catena Aurea · Matthäusevangelium 24
36 Jenen Tag aber und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater. 37 Denn wie es in den Tagen Noachs war, so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein. 38 Denn wie sie in den Tagen vor der Flut aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, 39 und nichts ahnten, bis die Flut kam und alle hinwegriss, so wird es auch beim Kommen des Menschensohnes sein. 40 Dann wird von zweien auf dem Feld der eine mitgenommen und der andere zurückgelassen. 41 Von zwei (Frauen), die an der Mühle mahlen, wird die eine mitgenommen und die andere zurückgelassen.
Andernfalls: Solange die Kirche, die der Leib Christi ist, jenen Tag und jene Stunde nicht kennt, so lange wird auch der Sohn selbst gesagt, jenen Tag und jene Stunde nicht zu wissen. Das Wort „wissen“ wird gemäß seiner eigentlichen üblichen Bedeutung in der Schrift verwendet. Der Apostel spricht von Christus als dem, der keine Sünde kannte (2 Kor 5,21), d. h. nicht sündigte. Die Kenntnis jenes Tages und jener Stunde bewahrt der Sohn für die Miterben der Verheißung auf, damit alle auf einmal erkennen, d. h. an dem Tag, an dem es über sie kommt, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. (1 Kor 2,9.)