Origenes
Catena Aurea · Matthäusevangelium 21
45 Als nun die Hohenpriester und Pharisäer seine Gleichnisse hörten, erkannten sie, dass er von ihnen redete, 46 und sie hätten ihn gern festgenommen; aber sie fürchteten die Volksscharen, die ihn für einen Propheten hielten.
Eines wissen sie, was wahr ist über Ihn; sie hielten Ihn für einen Propheten, obwohl sie Seine Größe in Bezug auf Sein Sohnsein Gottes nicht verstanden. Aber die Oberen fürchteten die Volksmenge, die so von Ihm dachte und bereit war, für Ihn zu kämpfen; denn sie konnten nicht zu der Einsicht der Volksmenge gelangen, da sie nichts Würdiges über Ihn dachten. Ferner wisse, dass es zwei verschiedene Arten von Wünschen gibt, Hand an Jesus zu legen. Der Wunsch der Oberen und Pharisäer war eine Art; eine andere der der Braut: Ich hielt ihn und ließ ihn nicht los; (Hoheslied 3:4. Kap. 7:8.) in der Absicht, Ihn noch weiter zu prüfen, wie sie sagt: Ich will mich auf die Palme begeben, ich will ihre Höhe ergreifen. Alle, die nicht recht über Seine Göttlichkeit denken, suchen Hand an Jesus zu legen, um Ihn zu töten. Andere Worte außer dem Wort Christi kann man zwar ergreifen und festhalten, aber das Wort der Wahrheit kann niemand ergreifen, das heißt verstehen; niemand kann es festhalten, das heißt überführen; noch es von der Überzeugung der Glaubenden trennen; noch es töten, das heißt vernichten.