
Hieronymus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 21
28 Was meint ihr? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er wandte sich an den ersten und sagte: Mein Sohn, geh, arbeite heute im Weinberg! 29 Er antwortete: Ja, Herr!, ging aber nicht. 30 Da wandte er sich an den zweiten und sprach ebenso. Der aber antwortete: Ich will nicht. Später aber besann er sich und ging doch. 31 Wer von den beiden hat den Willen des Vaters getan? Sie sagten: Der Letztere. Da sagte Jesus zu ihnen: Amen, ich sage euch: Die Zöllner und die Dirnen kommen eher in das Reich Gottes als ihr. 32 Denn Johannes ist zu euch gekommen mit dem Weg der Gerechtigkeit und ihr habt ihm nicht geglaubt. Die Zöllner und die Dirnen aber haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen und habt euch auch später nicht bekehrt und ihm nicht geglaubt.
Er spricht zuerst zum heidnischen Volk durch ihre Kenntnis des Naturgesetzes: „Geh und arbeite in meinem Weinberg“; d. h. was du nicht willst, dass man dir tut, das tue auch du nicht anderen. (Tobit 4,16.) Er antwortet hochmütig: „Ich will nicht.“