
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Matthäusevangelium 21
23 Als er in den Tempel ging und lehrte, kamen die Hohenpriester und Ältesten des Volkes zu ihm und sagten: Mit welcher Vollmacht tust du dies und wer hat dir diese Vollmacht gegeben? 24 Jesus antwortete ihnen: Auch ich will euch eine Frage vorlegen und wenn ihr sie mir beantwortet, dann werde auch ich euch sagen, mit welcher Vollmacht ich dies tue. 25 Woher war die Taufe des Johannes? Vom Himmel oder von Menschen? Da überlegten sie miteinander: Sagen wir: Vom Himmel, so wird er uns erwidern: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt? 26 Sagen wir aber: Von Menschen, dann haben wir die Menge zu fürchten; denn alle halten Johannes für einen Propheten. 27 So antworteten sie Jesus: Wir wissen es nicht. Da erwiderte er ihnen: Dann sage auch ich euch nicht, mit welcher Vollmacht ich dies tue.
(in Joan. Tr. v. 4.) Johannes empfing seine Vollmacht zu taufen von dem, den er später taufte; und jene Taufe, die ihm anvertraut wurde, wird hier die Taufe des Johannes genannt. Er allein empfing eine solche Gabe; kein Gerechter vor oder nach ihm wurde mit einer Taufe betraut, die nach ihm benannt werden sollte. Denn Johannes kam, um in dem Wasser der Buße zu taufen, um dem Herrn den Weg zu bereiten, nicht um innere Reinigung zu geben, was ein bloßer Mensch nicht tun kann.