
Rabanus Maurus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 20
29 Als sie Jericho verließen, folgte ihm eine große Volksschar. 30 Zwei Blinde saßen am Weg. Als sie hörten, dass Jesus vorüberkam, riefen sie: Herr, erbarme dich unser, Sohn Davids! 31 Die Leute fuhren sie an, sie sollten schweigen. Sie aber schrien noch lauter: Herr, erbarme dich unser, Sohn Davids! 32 Da blieb Jesus stehen, rief sie herbei und sagte: Was wollt ihr, dass ich euch tun soll? 33 Sie antworteten ihm: Herr, dass unsere Augen aufgetan werden. 34 Da berührte Jesus, von Mitleid ergriffen, ihre Augen. Sogleich sahen sie wieder und folgten ihm.
Aber als sie das Gerücht von Christus erkannten, begehrten sie, an Ihm teilzuhaben. Viele redeten gegen sie; zuerst die Juden, wie wir in der Apostelgeschichte lesen; dann bedrängten die Heiden sie durch Verfolgung; aber dennoch konnten sie denen, die zum Leben vorherbestimmt waren, das Heil nicht rauben.