Origenes
Catena Aurea · Matthäusevangelium 19
27 Da antwortete ihm Petrus: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was wird uns also zuteil werden? 28 Jesus entgegnete ihnen: Amen, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Neuerschaffung der Welt, wenn sich der Menschensohn auf den Thron seiner Herrlichkeit setzt, ebenfalls auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. 29 Und jeder, der Häuser, Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker um meines Namens willen verlassen hat, wird es hundertfach wieder empfangen und das ewige Leben gewinnen. 30 Viele aber, die (jetzt) die Ersten sind, werden die Letzten sein und die Letzten die Ersten.
Damit ermahnt er die, die spät zum himmlischen Wort kommen, zur Vollkommenheit aufzusteigen, bevor viele, die sie im Glauben alt geworden sehen. Dieser Sinn kann auch diejenigen widerlegen, die sich rühmen, in christlichen Familien christlich erzogen worden zu sein, besonders wenn jene Eltern den bischöflichen Stuhl oder das Amt von Priestern oder Diakonen in der Kirche innehatten; und er hindert die daran zu verzweifeln, die die christlichen Lehren erst neuerdings angenommen haben. Er hat auch eine andere Bedeutung: die Ersten sind die Israeliten, die wegen ihres Unglaubens die Letzten werden; und die Heiden, die die Letzten waren, werden die Ersten. Er achtet darauf, „viele“ zu sagen; denn nicht alle, die die Ersten sind, werden die Letzten sein, noch alle Letzten die Ersten. Denn vor diesem sind viele Menschen, die von Natur aus die Letzten sind, durch ein engelgleiches Leben über die Engel erhoben worden; und einige Engel, die die Ersten waren, sind durch ihre Sünde die Letzten geworden.