
Hieronymus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 19
27 Da antwortete ihm Petrus: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was wird uns also zuteil werden? 28 Jesus entgegnete ihnen: Amen, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Neuerschaffung der Welt, wenn sich der Menschensohn auf den Thron seiner Herrlichkeit setzt, ebenfalls auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. 29 Und jeder, der Häuser, Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker um meines Namens willen verlassen hat, wird es hundertfach wieder empfangen und das ewige Leben gewinnen. 30 Viele aber, die (jetzt) die Ersten sind, werden die Letzten sein und die Letzten die Ersten.
Es gibt solche, die aus dieser Stelle Anlass nehmen, die tausend Jahre nach der Auferstehung vorzubringen, und sagen, dass wir dann das Hundertfache dessen haben werden, was wir aufgegeben haben, und überdies das ewige Leben. Aber obwohl die Verheißung in anderen Dingen würdig ist, scheint sie in der Sache der Ehefrauen etwas Schändliches zu haben, wenn der, der um des Herrn willen eine Frau verlassen hat, in der zukünftigen Welt hundert empfangen soll. Der Sinn ist also, dass der, der um des Erlösers willen fleischliche Dinge verlassen hat, geistliche Dinge empfangen wird, die im Vergleich des Wertes wie hundert zu einer kleinen Zahl sind.