
Gregor der Große
Catena Aurea · Matthäusevangelium 18
10 Seht zu, dass ihr nicht einen von diesen Kleinen verachtet! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel. 11 [Denn der Menschensohn ist gekommen zu retten, was verloren war.] 12 Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen verirrt sich, wird er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen lassen und das verirrte suchen? 13 Und wenn er es findet -- Amen, ich sage euch: Er freut sich mehr darüber als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. 14 So ist es auch nicht der Wille bei euerem Vater im Himmel, dass eines von den Kleinen verloren geht.
(Mor. ii. 3.) Und daher schauen die Engel allezeit das Angesicht des Vaters und kommen doch zu uns, denn durch eine geistige Gegenwart treten sie zu uns hervor und halten sich doch durch innere Betrachtung dort auf, von wo sie hervortreten; denn sie treten nicht so aus der göttlichen Schau hervor, dass sie die Freuden der inneren Betrachtung hindern.