Origenes
Catena Aurea · Matthäusevangelium 17
14 Als sie zur Volksmenge kamen, trat ein Mann auf ihn zu, warf sich vor ihm auf die Knie 15 und sagte: Herr, erbarme dich meines Sohnes; denn er ist mondsüchtig und hat schwer zu leiden. Oft fällt er nämlich ins Feuer und oft ins Wasser. 16 Ich habe ihn (schon) zu deinen Jüngern gebracht, aber sie vermochten ihn nicht zu heilen. 17 Da erwiderte Jesus: O du ungläubiges und verkehrtes Geschlecht! Wie lange noch muss ich bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt ihn her zu mir! 18 Jesus herrschte ihn an, da fuhr der Dämon von ihm aus und von jener Stunde an war der Junge geheilt.
Petrus, besorgt um solch begehrenswertes Leben und seinen eigenen Nutzen dem vieler vorziehend, hatte gesagt: Es ist gut für uns, hier zu sein. Da aber die Liebe nicht das Ihre sucht, tat Jesus nicht das, was Petrus gut schien, sondern stieg zur Menge hinab, gleichsam vom hohen Berg seiner Gottheit, damit Er denen nützlich sei, die wegen der Schwäche ihrer Seelen nicht aufsteigen konnten; daher wird gesagt: Und als er zur Menge kam; denn wenn Er nicht mit seinen auserwählten Jüngern zur Menge gegangen wäre, wäre der Mann nicht zu Ihm gekommen, von dem hinzugefügt wird: Es kam zu ihm ein Mann, der vor ihm kniete und sprach: Herr, erbarme dich meines Sohnes. Bedenke hier, dass manchmal die Leidenden selbst glauben und für ihre eigene Heilung bitten, manchmal andere für sie, wie der, der vor Ihm kniet und für seinen Sohn betet, und manchmal heilt der Erlöser von selbst, ohne dass jemand bittet. Zuerst wollen wir sehen, was das bedeutet, was folgt: Denn er ist mondsüchtig und leidet schwer. Mögen die Ärzte reden, wie sie wollen, denn sie halten es nicht für einen unreinen Geist, sondern für eine körperliche Störung, und sagen, dass die Säfte im Kopf in ihren Bewegungen durch Sympathie mit den Mondphasen gelenkt werden, deren Licht von der Natur der Säfte ist. Wir aber, die wir das Evangelium glauben, sagen, dass es ein unreiner Geist ist, der solche Störungen in den Menschen bewirkt. Der Geist beobachtet die Mondwechsel, um die Menschen zu täuschen, damit sie glauben, der Mond sei die Ursache ihrer Leiden, und so Gottes Schöpfung als böse zu erweisen; wie andere Dämonen den Menschen auflauern, die den Zeiten und Läufen der Sterne folgen, damit sie Böses in der Höhe reden und einige Sterne für verderblich, andere für günstig erklären; während doch kein Stern von Gott gemacht wurde, damit er Böses hervorbringe. In dem, was hinzugefügt wird: Denn oft fällt er ins Feuer und oft ins Wasser,