
Hieronymus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 17
5 Während er noch redete, überschattete sie eine leuchtende Wolke und eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören! 6 Als die Jünger das hörten, warfen sie sich auf ihr Angesicht nieder und fürchteten sich sehr. 7 Da trat Jesus zu ihnen, rührte sie an und sagte: Steht auf und fürchtet euch nicht. 8 Als sie aber aufblickten, sahen sie niemand als Jesus allein. 9 Während sie vom Berg herabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferweckt worden ist.
Und da sie niedergestreckt waren und sich nicht wieder erheben konnten, tritt Er zu ihnen, berührt sie sanft, damit durch Seine Berührung ihre Furcht vertrieben und ihre entkräfteten Glieder gestärkt würden; Und Jesus trat herzu und berührte sie. Aber Er fügte Seinem Handeln noch Sein Wort hinzu und sprach zu ihnen: Steht auf, fürchtet euch nicht. Zuerst vertreibt Er ihre Furcht, damit Er danach Belehrung mitteile. Es folgt: Und als sie ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesus allein; was mit gutem Grund geschah; denn hätten Mose und Elias mit dem Herrn verweilt, hätte es ungewiss erscheinen können, wem insbesondere das Zeugnis des Vaters galt. Auch sehen sie Jesus stehen, nachdem die Wolke entfernt wurde, und Mose und Elias verschwunden sind, weil nach dem Schatten des Gesetzes und der Propheten beide im Evangelium gefunden werden. Es folgt: Und als sie vom Berg herabstiegen, gebot ihnen Jesus und sprach: Sagt niemandem dieses Gesicht, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist. Er will nicht unter dem Volk gepredigt werden, damit das Wunder der Sache nicht unglaublich erscheine und damit das Kreuz, das nach so großer Herrlichkeit folgt, keinen Anstoß errege.