
Gregor der Große
Catena Aurea · Matthäusevangelium 13
47 Auch gleicht das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen wurde und (Fische) aller Art zusammenbrachte. 48 Als es voll war, zogen es die Fischer auf den Strand, setzten sich und lasen die guten in Gefäße, die schlechten aber warfen sie weg. 49 So wird es am Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten trennen 50 und in den Feuerofen werfen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.
(Hom. in Ev. xi. 4.) Oder anders; Die Heilige Kirche wird mit einem Netz verglichen, weil sie in die Hände von Fischern gegeben ist, und durch sie wird jeder Mensch aus den Wellen dieser gegenwärtigen Welt in das himmlische Reich gezogen, damit er nicht in der Tiefe des ewigen Todes ertrinke. Dieses Netz sammelt von jeder Art von Fischen, weil die Weisen und die Törichten, die Freien und die Sklaven, die Reichen und die Armen, die Starken und die Schwachen zur Vergebung der Sünden gerufen werden; es wird dann voll gefüllt, wenn am Ende aller Dinge die Summe des Menschengeschlechts vollendet ist; wie es folgt: Als es aber voll war, zogen sie es heraus, und setzten sich am Ufer nieder und sammelten die guten in Gefäße, aber die schlechten warfen sie weg. Denn wie das Meer die Welt bezeichnet, so bezeichnet das Ufer das Ende der Welt; und wie die Guten in Gefäße gesammelt, die Schlechten aber weggeworfen werden, so wird jeder Mensch in ewige Wohnungen aufgenommen, während die Verworfenen, nachdem sie das Licht des inneren Reiches verloren haben, in die äußere Finsternis geworfen werden. Jetzt aber hält das Netz des Glaubens Gute und Böse vermischt in einem; aber das Ufer wird offenbaren, was das Netz der Kirche an Land gebracht hat.