
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Matthäusevangelium 13
24 Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker gesät hatte. 25 Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon. 26 Als aber die Saat aufging und Frucht ansetzte, kam auch das Unkraut zum Vorschein. 27 Da gingen die Knechte zum Hausherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er nur das Unkraut? 28 Er antwortete ihnen: Das hat ein Feind getan. Da fragten ihn die Knechte: Sollen wir gehen und es ausreißen? 29 Er erwiderte: Nein, ihr könntet beim Einsammeln des Unkrauts zugleich auch den Weizen ausreißen. 30 Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte. Wenn dann die Ernte da ist, will ich den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen. Den Weizen aber bringt in meine Scheune.
(ubi sup) Und als die Diener Gottes erkannten, dass es der Teufel war, der diesen Betrug ersonnen hatte, wodurch er, da er sah, dass er im offenen Krieg gegen einen Meister von so großem Namen keine Macht hatte, seine Täuschungen unter dem Deckmantel dieses Namens selbst eingeführt hatte, da mochte in ihnen der Wunsch aufsteigen, solche Menschen aus den menschlichen Angelegenheiten zu entfernen, wenn sich die Gelegenheit böte; aber sie wenden sich zuerst an Gottes Gerechtigkeit, ob sie so handeln sollten; Die Diener sprachen: Willst du, dass wir hingehen und sie ausjäten?