Glossa ordinaria
Catena Aurea · Matthäusevangelium 12
9 Nachdem er weitergegangen war, kam er in ihre Synagoge. 10 Da war ein Mann mit einer verdorrten Hand. Sie fragten ihn: Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen? -- damit sie ihn anklagen könnten. 11 Er antwortete: Ist einer unter euch, der sein einziges Schaf, wenn es am Sabbat in eine Grube fällt, nicht ergreifen und herausziehen würde? 12 Wie viel mehr ist ein Mensch wert als ein Schaf! Also ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun. 13 Dann sagte er zu dem Mann: Strecke deine Hand aus! Er streckte sie aus und sie wurde wieder hergestellt, gesund wie die andere.
(ord.) So antwortet Er auf ihre Frage mit einem passenden Beispiel, um zu zeigen, dass die den Sabbat durch Werke der Habgier entweihen, die Ihn beschuldigten, ihn durch Werke der Barmherzigkeit zu entweihen; böse Ausleger des Gesetzes, die sagen, dass wir am Sabbat von guten Werken ruhen sollen, während es doch nur die bösen Werke sind, von denen wir ruhen sollen. Wie es heißt: Du sollst keine knechtische Arbeit darin tun (Lev. 23,3), das heißt, keine Sünde. So werden wir in der ewigen Ruhe nur vom Bösen ruhen, nicht vom Guten.