
Rabanus Maurus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 10
11 Kommt ihr in eine Stadt oder ein Dorf, so fragt, wer es wert ist (, euch zu empfangen). Dort bleibt, bis ihr weiterwandert. 12 Wenn ihr in ein Haus eintretet, so bietet ihm den Gruß. 13 Und wenn das Haus er wert ist, so soll euer Friede in ihm einkehren; ist es aber nicht wert, so soll euer Friede zu euch zurückkehren. 14 Wenn man euch nicht aufnimmt und euere Worte nicht hören will, so verlasst jenes Haus oder jene Stadt und schüttelt den Staub von eueren Füßen. 15 Amen, ich sage euch: Dem Gebiet von Sodom und Gomorra wird es am Tag des Gerichts erträglicher ergehen als jener Stadt.
Anders; Die Füße der Jünger bedeuten die Mühe und den Fortschritt der Predigt. Der Staub, der sie bedeckt, ist die Leichtigkeit irdischer Gedanken, von der selbst die größten Lehrer nicht frei sein können; ihre Sorge für ihre Hörer verwickelt sie in Sorgen um deren Wohlergehen, und während sie durch die Wege dieser Welt gehen, sammeln sie den Staub der Erde auf, die sie betreten. Diejenigen also, die die Lehre dieser Lehrer verachtet haben, wenden alle Mühen und Gefahren und Ängste der Apostel als Zeugnis für ihre Verdammnis auf sich selbst an. Und damit es nicht als eine geringe Sache erscheint, die Apostel nicht aufzunehmen, fügt Er hinzu: Wahrlich, ich sage euch, es wird Sodom und Gomorra am Tag des Gerichts erträglicher ergehen als jener Stadt.