
Hieronymus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 10
11 Kommt ihr in eine Stadt oder ein Dorf, so fragt, wer es wert ist (, euch zu empfangen). Dort bleibt, bis ihr weiterwandert. 12 Wenn ihr in ein Haus eintretet, so bietet ihm den Gruß. 13 Und wenn das Haus er wert ist, so soll euer Friede in ihm einkehren; ist es aber nicht wert, so soll euer Friede zu euch zurückkehren. 14 Wenn man euch nicht aufnimmt und euere Worte nicht hören will, so verlasst jenes Haus oder jene Stadt und schüttelt den Staub von eueren Füßen. 15 Amen, ich sage euch: Dem Gebiet von Sodom und Gomorra wird es am Tag des Gerichts erträglicher ergehen als jener Stadt.
Hier ist eine verborgene Anspielung auf die Grußformel im Hebräischen und Syrischen; sie sagen Salemalach oder Salamalach für das griechische χαῖρε oder lateinische Ave; das heißt: ‚Friede sei mit euch.‘ Das Gebot ist also, dass sie beim Betreten eines Hauses um Frieden für ihren Gastgeber beten; und soweit sie können, alle Zwietracht stillen, so dass, wenn irgendein Streit entstehen sollte, sie, die um Frieden gebetet hatten, ihn haben sollten – die anderen die Zwietracht; wie es folgt: Und wenn jenes Haus würdig ist, wird euer Friede auf ihm ruhen; wenn es aber nicht würdig ist, wird euer Friede zu euch zurückkehren.