
Rabanus Maurus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 1
12 Nach der Wegführung nach Babylon zeugte Jojachin Schealtiël, Schealtiël zeugte Serubbabel, 13 Serubbabel zeugte Abihud, Abihud zeugte Eljakim, Eljakim zeugte Azor, 14 Azor zeugte Zadok, Zadok zeugte Achim, Achim zeugte Eliud, 15 Eliud zeugte Eleasar, Eleasar zeugte Mattan, Mattan zeugte Jakob,
Aber sehen wir, welche moralische Bedeutung diese Namen enthalten. Nach Jechonias, was ‚die Vorbereitung des Herrn‘ bedeutet, folgt Salathiel, d. h. ‚Gott ist meine Bitte‘, denn wer recht vorbereitet ist, betet nur zu Gott. Wiederum wird er Zorobabel, ‚der Meister Babylons‘, das heißt der Erdenmenschen, die er dazu bringt, von Gott zu erkennen, dass er ihr Vater ist, was in Abiud bezeichnet wird. Dann erhebt sich jenes Volk wieder aus seinen Lastern, woraus Eliacim folgt, ‚die Auferstehung‘; und von dort erheben sie sich zu guten Werken, was Azor ist, und werden Sadoch, d. h. ‚gerecht‘; und dann werden sie in der Liebe zum Nächsten unterwiesen. Er ist mein Bruder, was in Achim bezeichnet wird; und durch die Liebe zu Gott sagt er von ihm: ‚Mein Gott‘, was Eliud bedeutet. Dann folgt Eleazar, d. h. ‚Gott ist mein Helfer‘; er erkennt Gott als seinen Helfer. Wohin er aber strebt, wird in Matthan gezeigt, was als ‚Gabe‘ oder ‚Geben‘ ausgelegt wird; denn er blickt auf Gott als seinen Wohltäter; und wie er am Anfang mit seinen Lastern rang und sie überwand, so tut er es am Ende des Lebens, was zu Jakob gehört, und so gelangt er zu Joseph, das heißt ‚Das Wachstum der Tugenden‘.