Beda Venerabilis
Catena Aurea · Markusevangelium 6
6 Und er wunderte sich über ihren Unglauben.Er durchzog die umliegenden Dörfer und lehrte. 7 Er rief die Zwölf zu sich und begann sie paarweise auszusenden. Er gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister 8 und gebot ihnen, außer einem Stab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Tasche, kein Geld im Gürtel. 9 Nur Sandalen sollten sie tragen, aber keine zwei Röcke anziehen. 10 Und er sagte zu ihnen: Wo ihr in ein Haus einkehrt, da bleibt, bis ihr von dort weiterwandert. 11 Und wenn ein Ort euch nicht aufnimmt und man euch nicht hören will, dann geht fort und schüttelt den Staub von eueren Füßen, zum Zeugnis. 12 Darauf zogen sie aus und predigten Umkehr. 13 Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.
(in Marc. 2, 24) Nun missgönnte unser gütiger und barmherziger Herr und Meister seinen Dienern und ihren Jüngern seine eigenen Tugenden nicht, und wie er selbst jede Krankheit und jedes Gebrechen geheilt hatte, so gab er auch seinen Jüngern dieselbe Kraft. Deshalb heißt es weiter: Und er rief die Zwölf zu sich und begann sie auszusenden, je zwei und zwei; und gab ihnen Macht über die unreinen Geister. Groß ist der Unterschied zwischen Geben und Empfangen. Was er tut, tut er aus eigener Kraft, als Herr; wenn sie etwas tun, bekennen sie ihre eigene Schwäche und die Kraft des Herrn, indem sie im Namen Jesu sagen: Steh auf und geh.