
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Markusevangelium 2
23 Er wanderte am Sabbat durch die Kornfelder und seine Jünger machten sich unterwegs daran, Ähren abzurupfen. 24 Da sagten die Pharisäer zu ihm: Siehe, was sie am Sabbat Unerlaubtes tun! 25 Er antwortete ihnen: Habt ihr noch nie gelesen, was David tat, als er Not litt und er und seine Gefährten hungrig waren? 26 Wie er in das Haus Gottes ging, zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar, und die Schaubrote aß, die außer den Priestern niemand essen darf, und auch seinen Gefährten davon gab? 27 Und er sagte zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen da und nicht der Mensch um des Sabbats willen. 28 Darum ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.
(de Op. Monach. 23) Denn es war ein Gebot in Israel, durch geschriebenes Gesetz überliefert, dass niemand einen Dieb, den er auf seinen Feldern fand, festhalten sollte, es sei denn, er versuchte, etwas mitzunehmen. Denn den Mann, der nichts anderes berührt hatte als das, was er gegessen hatte, sollten sie frei und ungestraft ziehen lassen. Daher beschuldigten die Juden die Jünger unseres Herrn, die Ähren abpflückten, des Sabbatbruchs, nicht des Diebstahls.