
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Markusevangelium 2
18 Die Jünger des Johannes und die Pharisäer fasteten gerade. Da kamen einige Leute und sagten zu ihm: Warum fasten die Jünger des Johannes und die der Pharisäer, deine Jünger aber fasten nicht? 19 Jesus antwortete ihnen: Können die Hochzeitsgäste denn fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie nicht fasten. 20 Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein. An jenem Tag werden sie fasten. 21 Niemand näht ein Stück neues Tuch auf ein altes Kleid. Sonst reißt das Stück davon ab, das neue vom alten, und der Riss wird noch schlimmer. 22 Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche. Sonst wird der Wein die Schläuche zerreißen und der Wein ist verloren samt den Schläuchen. Neuen Wein füllt man in neue Schläuche.
(de Con. Evan. ii. 27) Aber man könnte meinen, dass er die Pharisäer hinzufügte, weil sie sich mit den Jüngern des Johannes zusammentaten, um dies zum Herrn zu sagen, während Matthäus berichtet, dass die Jünger des Johannes allein es sagten: doch die folgenden Worte zeigen eher, dass die, welche es sagten, nicht von sich selbst sprachen, sondern von anderen. Denn es heißt weiter: Und sie kommen und sagen zu ihm: Warum fasten die Jünger, usw. Denn diese Worte zeigen, dass die dort anwesenden Gäste zu Jesus kamen und dieselbe Sache zu den Jüngern gesagt hatten, so dass er mit den Worten, die er verwendet, sie kamen, nicht von denselben Personen spricht, von denen er gesagt hatte: Und die Jünger des Johannes und die Pharisäer fasteten. Aber da sie fasteten, kommen diejenigen, die sich daran erinnerten, zu ihm. Matthäus sagt also dies: Und es kamen zu ihm die Jünger des Johannes und sprachen, weil auch die Apostel dort waren und alle eifrig, wie jeder konnte, diese Dinge einwandten.