
Gregor der Große
Catena Aurea · Markusevangelium 14
22 Während des Mahls nahm er Brot, sprach das Segensgebet, brach es und gab es ihnen mit den Worten: Nehmt, das ist mein Leib. 23 Dann nahm er einen Becher, sprach das Dankgebet, gab ihn ihnen und sie tranken alle daraus. 24 Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. 25 Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, an dem ich von neuem davon trinke im Reich Gottes.
(Mor. ii. 37) Als Seine Passion nahte, soll Er Brot genommen und gedankt haben. Er also dankte, der die Striemen der Bosheit anderer auf sich nahm; Er, der nichts tat, was des Schlagens würdig war, gibt demütig einen Segen in Seiner Passion, um uns zu zeigen, was jeder tun soll, wenn er für seine eigenen Sünden geschlagen wird, da Er selbst gelassen die Striemen ertrug, die der Sünde anderer geschuldet waren; ferner um uns zu zeigen, was wir, die wir dem Vater unterworfen sind, unter Züchtigung tun sollen, wenn Er, der Ihm gleich ist, unter der Geißel dankte.