Beda Venerabilis
Catena Aurea · Markusevangelium 14
12 Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote, an dem man das Osterlamm schlachtete, sagten seine Jünger zu ihm: Wo willst du, dass wir dir das Paschamahl vorbereiten? 13 Da sandte er zwei seiner Jünger und sagte zu ihnen: Geht in die Stadt, dort wird euch ein Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm 14 und wo er hineingeht, da sagt zu dem Hausherrn: Der Meister lässt sagen: Wo ist das Gemach für mich, in dem ich mit meinen Jüngern das Paschamahl essen kann? 15 Er wird euch ein großes Obergemach zeigen, das mit Polstern belegt und hergerichtet ist. Dort bereitet es für uns vor. 16 Da gingen die Jünger, kamen in die Stadt und fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.
(ubi sup.) Mit dem ersten Tag des Pascha meint er den vierzehnten Tag des ersten Monats, an dem sie den Sauerteig beiseitelegten und zu opfern pflegten, das heißt, das Lamm am Abend zu schlachten. Der Apostel erklärt dies mit den Worten: Christus, unser Pascha, ist für uns geopfert worden. (1 Kor 5,7) Denn obwohl er am nächsten Tag, das heißt am fünfzehnten Mond, gekreuzigt wurde, vertraute er doch in der Nacht, in der das Lamm dargebracht wurde, seinen Jüngern die Geheimnisse seines Leibes und Blutes an, die sie feiern sollten, und wurde von den Juden ergriffen und gebunden; so weihte er den Beginn seines Opfers, das heißt seines Leidens.