Glossa ordinaria
Catena Aurea · Markusevangelium 13
14 Wenn ihr aber den Gräuel der Verwüstung dort stehen seht, wo er nicht sein darf -- wer es liest, bedenke es wohl! --, dann fliehe in die Berge, wer in Judäa ist. 15 Wer sich gerade auf dem Dach befindet, der steige nicht herab und gehe nicht in sein Haus, um etwas zu holen, 16 und wer auf dem Feld ist, kehre nicht zurück, seinen Mantel zu holen. 17 Wehe aber den Schwangeren und Stillenden in jenen Tagen! 18 Betet, dass dies alles nicht in den Winter fällt, 19 denn jene Tage werden eine Drangsal sein, wie noch keine gewesen ist seit dem Anfang der Schöpfung durch Gott, bis jetzt und auch nicht mehr sein wird. 20 Und wenn der Herr jene Tage nicht verkürzt hätte, würde kein Mensch gerettet. Aber um der Auserwählten willen, die er erwählt hat, hat er die Tage verkürzt.
(nicht in den Homilien) Nachdem er dieses doppelte Hindernis für die Flucht erwähnt hat, das entweder aus dem Verlangen, Eigentum mitzunehmen, oder aus der Notwendigkeit, Kinder zu tragen, entstehen könnte, berührt er nun das dritte Hindernis, nämlich das, welches von der Jahreszeit kommt; indem er sagt: Betet aber, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe.