Beda Venerabilis
Catena Aurea · Markusevangelium 13
3 Und als er auf dem Ölberg saß, dem Tempel gegenüber, fragten ihn Petrus, Jakobus, Johannes und Andreas, als sie unter sich waren: 4 Sag uns, wann wird dies geschehen? Und was ist das Zeichen dafür, dass das Ende von alledem bevorsteht? 5 Jesus sagte zu ihnen: Seht zu, dass euch niemand irreführt! 6 Viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin es, und werden viele irreführen. 7 Wenn ihr aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hört, erschreckt nicht; es muss so kommen, aber es ist noch nicht das Ende. 8 Denn Volk wird sich gegen Volk erheben und Reich gegen Reich. Da und dort werden Erdbeben kommen und Hungersnöte wird es geben. Das ist der Anfang der Wehen.
(ubi sup.) Denn viele traten hervor, als das Verderben über Jerusalem hing, und sagten, sie seien Christusse, und die Zeit der Freiheit nahe nun heran. Auch viele Lehrer der Häresie entstanden in der Kirche schon zur Zeit der Apostel; und viele Antichristen kamen im Namen Christi, deren erster Simon Magus war, auf den die Samariter, wie wir in der Apostelgeschichte lesen, hörten und sagten: Dieser ist die große Kraft Gottes; daher wird auch hier hinzugefügt: Und werden viele verführen. (Apg 8,10) Nun hörten seit der Zeit des Leidens unseres Herrn unter dem jüdischen Volk, das den aufrührerischen Räuber wählte und Christus, den Erlöser, verwarf, entweder äußere Kriege oder Bürgerzwist nicht auf; daher heißt es weiter: Und wenn ihr von Kriegen und Kriegsgerüchten hören werdet, so erschreckt nicht. Und wenn diese kommen, werden die Apostel gewarnt, sich nicht zu fürchten oder Jerusalem und Judäa zu verlassen, weil das Ende nicht sogleich kommen sollte, ja um vierzig Jahre aufgeschoben werden sollte. Und das ist es, was hinzugefügt wird: Denn solches muss geschehen; aber das Ende ist noch nicht da, das heißt die Verwüstung der Provinz und die letzte Zerstörung der Stadt und des Tempels. Es geht weiter: Denn es wird sich Volk gegen Volk erheben und Königreich gegen Königreich.