
Ambrosius von Mailand
Catena Aurea · Markusevangelium 11
1 Als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage und Betanien am Ölberg, sandte er zwei seiner Jünger voraus 2 und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt. Gleich wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Eselsfohlen angebunden finden, auf dem noch kein Mensch gesessen hat; das bindet los und bringt es her. 3 Und wenn jemand zu euch sagt: Was macht ihr da?, dann antwortet: Der Herr braucht es und schickt es bald wieder hierher. 4 Sie gingen also und fanden das Fohlen an einer Tür angebunden draußen an der Straße und banden es los. 5 Einige von denen, die dort herumstanden, sagten zu ihnen: Was macht ihr da -- ihr bindet das Fohlen los? 6 Da antworteten sie ihnen, was Jesus gesagt hatte, und man ließ sie gewähren. 7 Und sie brachten das Fohlen zu Jesus, legten ihre Mäntel darüber, und er setzte sich auf das Tier. 8 Und viele breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere grüne Zweige, die sie auf den Feldern abgeschnitten hatten. 9 Und die, die vorangingen, und die, die nachfolgten, riefen: Hosanna! Gepriesen sei er, der kommt im Namen des Herrn! 10 Gepriesen das Reich unseres Vaters David, das da kommt. Hosanna in der Höhe!
(in Luc. 9, 6) Oder sie fanden es vor der Tür angebunden, weil jeder, der nicht in Christus ist, draußen ist, auf dem Weg; wer aber in Christus ist, ist nicht draußen. Er hat hinzugefügt: auf dem Weg, oder an einem Ort, wo zwei Wege zusammentreffen, wo es keinen sicheren Besitz für irgendeinen Menschen gibt, noch Stall, noch Nahrung, noch Unterkunft; elend ist sein Dienst, dessen Rechte unbestimmt sind; denn wer nicht den einen Herrn hat, hat viele. Fremde binden ihn, um ihn zu besitzen, Christus löst ihn, um ihn zu behalten, denn er weiß, dass Gaben stärkere Bande sind als Fesseln.