Beda Venerabilis
Catena Aurea · Markusevangelium 1
40 Ein Aussätziger kam zu ihm und bat ihn kniefällig: Wenn du willst, kannst du mich rein machen. 41 Da streckte er, von Mitleid ergriffen, seine Hand aus, berührte ihn und sagte zu ihm: Ich will; sei rein! 42 Und sofort wich der Aussatz von ihm und er wurde rein. 43 Jesus fuhr ihn heftig an, jagte ihn gleich fort 44 und sagte zu ihm: Hüte dich, jemand etwas davon zu sagen, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose vorgeschrieben hat, zum Zeugnis für sie. 45 Er aber ging weg und fing an, die Geschichte mit Eifer bekannt zu machen und herumzuerzählen. So konnte er nicht mehr öffentlich in eine Stadt gehen, sondern hielt sich draußen an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.
(ubi sup.) Ferner zweifelte er am Willen des Herrn, nicht als ob er sein Erbarmen nicht glaubte, sondern als einer, der sich seines eigenen Schmutzes bewusst war, wagte er nicht. Es folgt: Aber Jesus, von Mitleid bewegt, streckte seine Hand aus, berührte ihn und sprach zu ihm: Ich will, sei rein. Es ist nicht, wie viele der Lateiner meinen, so zu verstehen und zu lesen: Ich will dich reinigen, sondern dass Christus getrennt sagen sollte: Ich will, und dann befehlen: sei rein.