
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Markusevangelium 1
23 Da war gleich in ihrer Synagoge ein Mann mit unreinem Geist. Der schrie auf: 24 Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! 25 Da fuhr ihn Jesus an: Schweig und fahr aus von ihm! 26 Da riss ihn der unreine Geist hin und her und schrie mit lauter Stimme und fuhr von ihm aus. 27 Da erstaunten alle und stritten untereinander: Was ist das? Eine neue Lehre voll Macht! Sogar den unreinen Geistern befiehlt er und sie gehorchen ihm. 28 Und die Kunde von ihm drang bald überallhin in die ganze Umgegend von Galiläa.
(de Civ. Dei, ix. 21) Wie groß aber die Macht ist, die die Niedrigkeit Gottes, die in der Gestalt eines Knechtes erschien, über den Stolz der Teufel hat, wissen die Teufel selbst so gut, dass sie es demselben Herrn, bekleidet mit der Schwachheit des Fleisches, ausdrücken. Denn es folgt: Und er schrie auf und sprach: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazareth, usw. Denn aus diesen Worten ist ersichtlich, dass in ihnen Wissen war, aber nicht Liebe; und der Grund war, dass sie ihre Strafe von ihm fürchteten und die Gerechtigkeit in ihm nicht liebten.