
Cyrill von Alexandrien
Catena Aurea · Lukasevangelium 9
57 Als sie auf ihrem Weg weiterzogen, sagte einer zu ihm: Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. 58 Da sagte Jesus zu ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester. Der Menschensohn aber hat nichts, wohin er sein Haupt legen kann. 59 Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Erlaube mir, zuerst meinen Vater zu begraben. 60 Er aber antwortete ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes! 61 Noch ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr; doch erlaube mir zuvor, von meinen Hausgenossen Abschied zu nehmen. 62 Jesus aber sagte zu ihm: Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes.
Nun ist dieses Versprechen unserer Bewunderung würdig und voll allen Lobes, aber denen, die zu Hause sind, Lebewohl zu sagen, von ihnen Abschied zu nehmen, zeigt, dass er noch irgendwie vom Herrn getrennt war, da er sich noch nicht entschlossen hatte, dieses Wagnis mit ganzem Herzen zu unternehmen. Denn den Wunsch zu haben, Verwandte zu konsultieren, die seinem Vorschlag nicht zustimmen würden, verrät einen etwas Schwankenden. Deshalb verurteilt unser Herr dies und spricht: Niemand, der die Hand an den Pflug gelegt hat und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes. Er legt die Hand an den Pflug, der ehrgeizig ist zu folgen, blickt aber wieder zurück, der eine Entschuldigung für die Verzögerung sucht, indem er nach Hause zurückkehrt und sich mit seinen Freunden berät.