
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Lukasevangelium 9
32 Petrus aber und seine Gefährten waren vom Schlaf überwältigt. Als sie erwachten, sahen sie seinen Lichtglanz und die zwei Männer, die bei ihm standen. 33 Als sie von ihm scheiden wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elija eine. Er wusste aber nicht, was er sagte. 34 Während er noch redete, kam eine Wolke und überschattete sie. Als sie in die Wolke hineinkamen, fürchteten sie sich. 35 Da erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dies ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören! 36 Als die Stimme erscholl, war Jesus wieder allein. Sie schwiegen und teilten in jenen Tagen niemand etwas von dem mit, was sie gesehen hatten.
(de Con. Ev. l. ii. c. 56.) Was nun Lukas hier über Moses und Elias sagt: Und es geschah, als sie von ihm schieden, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut für uns, hier zu sein, darf nicht als im Widerspruch zu Matthäus und Markus stehend angesehen werden, die Peters Vorschlag so wiedergegeben haben, als ob Moses und Elias noch mit unserem Herrn sprachen. Denn sie haben nicht ausdrücklich gesagt, dass Petrus es damals sagte, sondern schwiegen vielmehr über das, was Lukas hinzufügt, dass Petrus, als sie schieden, dies unserem Herrn vorschlug.