
Cyrill von Alexandrien
Catena Aurea · Lukasevangelium 9
10 Die Apostel kehrten zurück und erzählten ihm alles, was sie getan hatten. Dann nahm er sie mit sich und zog sich mit ihnen allein in eine Stadt namens Betsaida zurück. 11 Als aber die Volksscharen das merkten, folgten sie ihm. Er nahm sie auf und sprach zu ihnen vom Reich Gottes und die der Heilung bedurften, machte er gesund. 12 Als sich der Tag zu neigen begann, kamen die Zwölf zu ihm hin und sagten: Entlass das Volk, damit sie in die umliegenden Dörfer und Höfe gehen und Unterkunft und Speise finden; denn hier sind wir in einer einsamen Gegend. 13 Doch er sagte zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie aber sagten: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische; es sei denn, dass wir hingingen und für diese ganze Menge Nahrung kauften. 14 Es waren nämlich etwa fünftausend Männer. Er aber sagte zu seinen Jüngern: Lasst sie sich lagern in Gruppen zu etwa je fünfzig. 15 Sie taten, was er ihnen sagte, und ließen alle sich lagern. 16 Da nahm er die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach das Segensgebet, brach sie und gab sie den Jüngern, sie dem Volk vorzulegen. 17 Und sie aßen und wurden alle satt. Die übrig gebliebenen Brocken sammelte man auf: zwölf Körbe voll.
Denn wie gesagt wurde, suchten sie von verschiedenen Krankheiten geheilt zu werden, und weil die Jünger sahen, dass das, was sie suchten, durch seine bloße Zustimmung erreicht werden konnte, sagen sie: Entlasse sie, damit sie nicht weiter bedrängt werden. Doch beachte die überfließende Güte dessen, der gebeten wird. Er gewährt nicht nur das, was die Jünger erbitten, sondern denen, die ihm folgen, spendet er die Fülle einer freigebigen Hand, indem er befiehlt, ihnen Speise vorzusetzen; wie es folgt: Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen.