
Cyrill von Alexandrien
Catena Aurea · Lukasevangelium 7
11 Hierauf ging er in eine Stadt namens Naïn; seine Jünger und viel Volk gingen mit ihm. 12 Als er sich dem Stadttor näherte, trug man einen Toten heraus, den einzigen Sohn seiner Mutter, die Witwe war, und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie. 13 Als der Herr sie sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht! 14 Dann trat er hinzu und berührte die Bahre; die Träger aber standen still. Er sagte: Junger Mann, ich sage dir: Steh auf! 15 Da richtete sich der Tote auf und begann zu reden und er gab ihn seiner Mutter zurück. 16 Furcht ergriff alle; sie lobten Gott und sagten: Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten und Gott hat sich seines Volkes angenommen. 17 Und die Kunde davon verbreitete sich in ganz Judäa und in der ganzen Gegend.
Er vollbringt das Wunder nicht nur im Wort, sondern berührt auch die Bahre, damit du erkennst, dass der heilige Leib Christi mächtig ist zur Rettung des Menschen. Denn es ist der Leib des Lebens und das Fleisch des allmächtigen Wortes, dessen Kraft es besitzt. Denn wie Eisen, ans Feuer gehalten, das Werk des Feuers tut, so wird das Fleisch, wenn es mit dem Wort vereint ist, das alles belebt, selbst auch belebend und der Vertreiber des Todes.