
Ambrosius von Mailand
Catena Aurea · Lukasevangelium 5
27 Darauf ging er hinaus und sah einen Zöllner namens Levi am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! 28 Da verließ er alles, stand auf und folgte ihm. 29 Und Levi gab für ihn ein großes Gastmahl in seinem Haus; eine große Schar von Zöllnern und anderen (Gästen) lag mit ihnen zu Tisch. 30 Da murrten die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten und sagten zu seinen Jüngern: Warum esst und trinkt ihr mit Zöllnern und Sündern? 31 Jesus antwortete ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. 32 Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Umkehr.
Wer aber Christus in sein inneres Gemach aufnimmt, wird mit den größten Wonnen überströmender Freuden gespeist. Der Herr tritt daher bereitwillig ein und ruht in seiner Zuneigung; doch wiederum wird der Neid der Treulosen entfacht, und die Gestalt ihrer künftigen Strafe wird vorgebildet; denn während alle Gläubigen im Himmelreich das Mahl feiern, werden die Ungläubigen hungrig hinausgeworfen. Oder damit wird der Neid der Juden bezeichnet, die über das Heil der Heiden betrübt sind.