
Cyrill von Alexandrien
Catena Aurea · Lukasevangelium 5
12 Als er sich in einer der Städte aufhielt, war da ein Mann voller Aussatz. Als er Jesus sah, fiel er vor ihm auf das Angesicht nieder und bat ihn: Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen. 13 Da streckte er seine Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will; sei rein! Und sofort wich der Aussatz von ihm. 14 Er befahl ihm, es niemand zu sagen, sondern (sagte): Geh, zeig dich dem Priester und bring dein Reinigungsopfer dar, wie Mose vorgeschrieben hat, zum Zeugnis für sie. 15 Aber die Kunde von ihm verbreitete sich immer mehr und große Volksscharen kamen, um ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. 16 Er aber zog sich in die Einsamkeit zurück und betete.
(Thes. 12. c. 14.) Aus der Majestät allein geht der königliche Befehl hervor; wie wird dann der Eingeborene unter die Diener gezählt, der durch seinen bloßen Willen alles tun kann? Wir lesen von Gott dem Vater, dass er alles getan hat, was ihm gefiel. (Ps. 115:3; 135:6.) Aber wie kann der, der die Macht seines Vaters ausübt, sich von ihm in der Natur unterscheiden? Außerdem pflegen die Dinge, die von derselben Macht sind, auch von derselben Substanz zu sein. Ferner: Lasst uns also in diesen Dingen Christus bewundern, der sowohl göttlich als auch leiblich wirkt. Denn es ist Gottes, so zu wollen, dass alles entsprechend geschieht, aber des Menschen, die Hand auszustrecken. Aus zwei Naturen also ist der eine Christus vollendet, denn das Wort ist Fleisch geworden.