
Ambrosius von Mailand
Catena Aurea · Lukasevangelium 4
5 Dann führte ihn der Teufel hinauf und zeigte ihm in einem Augenblick alle Reiche der Erde, 6 und er sagte zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie verliehen und ich gebe sie, wem ich will. 7 Wenn du mich anbetest, soll sie ganz dein sein. 8 Da entgegnete ihm Jesus: Es steht geschrieben: Du sollst dem Herrn, deinem Gott, huldigen und ihm allein dienen.
Wahrlich, in einem Augenblick der Zeit werden die Reiche dieser Welt beschrieben. Denn hier wird nicht so sehr der schnelle Blick des Sehens bezeichnet, als vielmehr die Gebrechlichkeit der sterblichen Macht erklärt. Denn in einem Augenblick geht all dies vorüber, und oftmals ist die Herrlichkeit dieser Welt verschwunden, bevor sie angekommen ist. Es folgt: Und er sprach zu ihm: Ich will dir alle diese Macht geben.