Eusebius von Caesarea
Catena Aurea · Lukasevangelium 3
23 Als Jesus auftrat, war er ungefähr dreißig Jahre alt und war, wie man annahm, ein Sohn Josefs. (Dessen Vorfahren waren) Eli, 24 Mattat, Levi, Melchi, Jannai, Josef, 25 Mattitja, Amos, Nahum, Hesli, Naggai, 26 Mahat, Mattitja, Schimi, Josech, Joda, 27 Johanan, Resa, Serubbabel, Schealtiël, Neri, 28 Melchi, Addi, Kosam, Elmadam, Er, 29 Joschua, Eliëser, Jorim, Mattat, Levi, 30 Simeon, Juda, Josef, Jonam, Eljakim, 31 Melea, Menna, Mattata, Natan, David, 32 Isai, Obed, Boas, Salmon, Nachschon, 33 Amminadab, Admin, Arni, Hesrom, Perez, Juda, 34 Jakob, Isaak, Abraham, Terach, Nahor, 35 Serug, Regu, Peleg, Eber, Schelach, 36 Kenan, Arpachschad, Sem, Noach, Lamech, 37 Metuschelach, Henoch, Jared, Mahalalel, Kenan, 38 Enosch, Set, Adam, (der von) Gott (stammte).
Lasst uns also sorgfältiger die Bedeutung der Worte selbst erklären. Denn wenn Matthäus bekräftigt hätte, Joseph sei der Sohn Jakobs, und Lukas in gleicher Weise bekräftigt hätte, Joseph sei der Sohn Elis, gäbe es einen Streit. Da es sich aber so verhält, dass Matthäus seine Meinung darlegt, Lukas die allgemeine Meinung vieler wiederholt, nicht seine eigene, indem er sagt: „wie man meinte“, denke ich nicht, dass Raum für Zweifel besteht. Denn da es unter den Juden verschiedene Meinungen über die Genealogie Christi gab und doch alle ihn auf David zurückführten, weil ihm die Verheißungen gemacht worden waren, während viele behaupteten, Christus werde durch Salomon und die anderen Könige kommen, mieden einige diese Meinung wegen der vielen von ihren Königen berichteten Verbrechen und weil Jeremia von Jechonias sagte: „Kein Mann aus seinem Samen soll auf dem Thron Davids sitzen.“ (Jer. 22,30.) Diese letzte Ansicht übernimmt Lukas, obwohl er sich bewusst ist, dass Matthäus die wahre Genealogie gibt. Das ist der erste Grund. Der nächste ist ein tieferer. Denn Matthäus, als er begann, über die Dinge vor der Empfängnis Marias und der Geburt Jesu im Fleisch zu schreiben, beginnt sehr passend wie in einer Geschichte mit der Abstammung im Fleisch und leitet von dort seine Generation von denen ab, die vorausgingen. Denn als das Wort Gottes Fleisch wurde, stieg es herab. Lukas aber eilt zur Wiedergeburt, die in der Taufe geschieht, und gibt dann eine andere Abfolge von Familien und steigt von den Niedrigsten zu den Höchsten auf, hält jene Sünder verborgen, die Matthäus erwähnt (weil der, der in Gott wiedergeboren ist, von seinen schuldigen Eltern getrennt und zum Sohn Gottes gemacht wird), und erzählt von denen, die ein tugendhaftes Leben vor Gott geführt haben. Denn so wurde zu Abraham gesagt: „Du sollst zu deinen Vätern eingehen“ (Gen. 15,15), nicht zu Vätern im Fleisch, sondern in Gott, wegen ihrer Ähnlichkeit in der Tugend. Dem also, der in Gott geboren ist, schreibt er Eltern zu, die gemäß Gott sind wegen dieser Ähnlichkeit im Charakter.