Beda Venerabilis
Catena Aurea · Lukasevangelium 3
10 Da fragten ihn die Volksscharen: Was sollen wir also tun? 11 Er antwortete ihnen: Wer zwei Röcke hat, gebe (einen) dem, der keinen hat, und wer zu essen hat, handle ebenso. 12 Es kamen auch Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sagten zu ihm: Meister, was sollen wir tun? 13 Er sagte zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch festgesetzt ist. 14 Es fragten ihn aber auch Soldaten: Was sollen denn wir tun? Und er sagte zu ihnen: Begeht gegen niemand Gewalttat und Erpressung, seid zufrieden mit euerem Sold!
Er befiehlt ihnen daher, nicht mehr zu fordern, als was ihnen vorgeschrieben war, wie folgt: Und er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als was euch bestimmt ist. Aber Zöllner werden die genannt, die die öffentlichen Steuern einziehen oder die Pächter der öffentlichen Einkünfte oder des öffentlichen Eigentums sind? Auch die, die durch Handel Gewinn aus dieser Welt erstreben, werden mit denselben Bezeichnungen benannt, denen allen er gleichermaßen, jeden in seinem Bereich, verbietet, Betrug zu üben, damit sie, indem sie sich zuerst davon fernhalten, fremde Güter zu begehren, schließlich dazu gelangen, ihr Eigenes mit ihren Nächsten zu teilen. Es folgt: Aber auch die Soldaten fragten ihn. In gerechtester Weise rät er ihnen, keinen Gewinn zu suchen, indem sie die fälschlich anklagen, denen sie durch ihren Schutz nützen sollten. Daher folgt: Und er spricht zu ihnen: Bedrückt niemanden (d. h. gewaltsam) und verleumdet niemanden fälschlich (d. h. durch ungerechten Waffengebrauch) und seid zufrieden mit eurem Sold.