
Ambrosius von Mailand
Catena Aurea · Lukasevangelium 3
1 Im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Statthalter von Judäa war, Herodes Tetrarch von Galiläa, sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und Trachonitis und Lysanias Tetrarch von Abilene, 2 unter den Hohenpriestern Hannas und Kajaphas, erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias.
Der Sohn Gottes, der im Begriff ist, die Kirche zu sammeln, beginnt Sein Werk in Seinem Diener. Und so ist es gut gesagt: Das Wort des Herrn erging an Johannes, damit die Kirche nicht vom Menschen, sondern vom Wort beginne. Aber Lukas, um zu erklären, dass Johannes ein Prophet war, gebrauchte mit Recht diese wenigen Worte: Das Wort des Herrn erging an ihn. Er fügt nichts anderes hinzu, denn die bedürfen nicht ihres eigenen Urteils, die vom Wort Gottes erfüllt sind. Indem er dies eine sagte, hat er daher alles erklärt. Matthäus und Markus aber wollten ihn durch sein Gewand, seinen Gürtel und seine Nahrung als Propheten erweisen.