Beda Venerabilis
Catena Aurea · Lukasevangelium 24
41 Weil sie aber vor Freude noch immer nicht glauben und nur staunen konnten, sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen? 42 Da reichten sie ihm ein Stück gebratenen Fisch. 43 Er nahm es und aß es vor ihren Augen. 44 Er sagte zu ihnen: Dies sind meine Worte, die ich zu euch gesprochen habe, als ich noch bei euch war: Alles muss erfüllt werden, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen von mir geschrieben steht.
Er aß also nach der Auferstehung nicht, als ob er Nahrung brauchte, noch um anzuzeigen, dass die Auferstehung, die wir erwarten, Nahrung brauchen wird; sondern damit er dadurch die Natur eines auferstehenden Leibes stärke. Aber mystisch bedeutet der gebratene Fisch, den Christus aß, die Leiden Christi. Denn er, der sich herabließ, in den Wassern des Menschengeschlechts zu liegen, wollte vom Haken unseres Todes gefangen werden und wurde gleichsam von Angst zur Zeit seines Leidens verbrannt. Aber die Honigwabe war uns bei der Auferstehung gegenwärtig. Durch die Honigwabe wollte er uns die zwei Naturen seiner Person darstellen. Denn die Honigwabe besteht aus Wachs, aber der Honig im Wachs ist die göttliche Natur in der menschlichen.