
Cyrill von Alexandrien
Catena Aurea · Lukasevangelium 23
26 Als sie ihn hinausführten, griffen sie einen gewissen Simon aus Zyrene auf, der eben vom Feld kam, und luden ihm das Kreuz auf, damit er es Jesus nachtrage. 27 Eine große Volksmenge folgte ihm und viele Frauen, die ihn beweinten und beklagten. 28 Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: Ihr Töchter Jerusalems, weint nicht über mich; weint vielmehr über euch selbst und über euere Kinder! 29 Denn es kommen Tage, da wird man sagen: Wohl den Unfruchtbaren und den Leibern, die nicht geboren, und den Brüsten, die nicht gestillt haben! 30 Dann wird man zu den Bergen sagen: Fallt auf uns!, und zu den Hügeln: Bedeckt uns! 31 Denn wenn man dies am grünen Holz tut, was wird erst am dürren geschehen? 32 Mit ihm wurden auch noch zwei Verbrecher zur Hinrichtung geführt.
Damit deutet er an, dass in der kommenden Zeit Frauen ihrer Kinder beraubt sein würden. Denn wenn Krieg über das Land der Juden hereinbricht, werden alle zugrunde gehen, Klein und Groß. Daher folgt: Denn siehe, es kommen Tage, in denen man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren, usw.