Origenes
Catena Aurea · Lukasevangelium 22
7 Es kam der Tag der Ungesäuerten Brote, an dem das Paschalamm geschlachtet werden musste. 8 Da entsandte er Petrus und Johannes und sagte: Geht und bereitet uns das Paschamahl vor, damit wir es essen. 9 Sie antworteten ihm: Wo willst du, dass wir es vorbereiten? 10 Er antwortete ihnen: Sobald ihr in die Stadt hineinkommt, wird euch ein Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht, 11 und sagt zum Herrn des Hauses: Der Meister lässt dir sagen: Wo ist das Gemach, in dem ich mit meinen Jüngern das Paschamahl halten kann? 12 Er wird euch ein großes Obergemach zeigen, das mit Polstern belegt ist. Dort bereitet es vor! 13 Da gingen sie und fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.
(in Matt. 26:18.) Aber ich denke, dass der Mann, der den Jüngern begegnet, als sie in die Stadt eintreten und einen Krug Wasser tragen, ein Diener eines Hausherrn war, der Wasser in einem irdenen Gefäß entweder zum Waschen oder zum Trinken trug. Und dies, denke ich, ist Moses, der die geistliche Lehre in fleischlichen Geschichten übermittelt. Die aber ihm nicht folgen, feiern nicht das Pascha mit Jesus. Lasst uns also mit dem Herrn, der mit uns vereint ist, zum oberen Teil hinaufsteigen, in dem das Gastzimmer ist, das durch den Verstand, das heißt den Hausherrn, jedem Jünger Christi gezeigt wird. Aber dieser Obersaal unseres Hauses muss groß genug sein, um Jesus, das Wort Gottes, aufzunehmen, der nur von denen erfasst wird, die größer im Erfassen sind. Und dieses Zimmer muss vom Hausherrn (das heißt dem Verstand) für den Sohn Gottes bereitet und gereinigt werden, ganz befreit vom Schmutz der Bosheit. Auch darf der Hausherr keine gewöhnliche Person mit bekanntem Namen sein. Daher sagt er mystisch bei Matthäus: Geht zu dem und dem.