Eusebius von Caesarea
Catena Aurea · Lukasevangelium 22
7 Es kam der Tag der Ungesäuerten Brote, an dem das Paschalamm geschlachtet werden musste. 8 Da entsandte er Petrus und Johannes und sagte: Geht und bereitet uns das Paschamahl vor, damit wir es essen. 9 Sie antworteten ihm: Wo willst du, dass wir es vorbereiten? 10 Er antwortete ihnen: Sobald ihr in die Stadt hineinkommt, wird euch ein Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht, 11 und sagt zum Herrn des Hauses: Der Meister lässt dir sagen: Wo ist das Gemach, in dem ich mit meinen Jüngern das Paschamahl halten kann? 12 Er wird euch ein großes Obergemach zeigen, das mit Polstern belegt ist. Dort bereitet es vor! 13 Da gingen sie und fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.
Wenn aber jemand sagen sollte: „Wenn am ersten Tag der ungesäuerten Brote die Jünger unseres Erlösers das Pascha bereiten, dann sollten auch wir an diesem Tag das Pascha feiern“, so antworten wir, dass dies keine Ermahnung war, sondern ein Bericht des Geschehens. Es ist das, was zur Zeit des heilbringenden Leidens geschah; aber es ist eines, vergangene Ereignisse zu berichten, ein anderes, sie zu billigen und der Nachwelt als Ordnung zu hinterlassen. Zudem hielt der Erlöser sein Pascha nicht mit den Juden zu der Zeit, als sie das Lamm opferten. Denn sie taten dies am Rüsttag, als unser Herr litt. Daher betraten sie nicht den Richthof des Pilatus, damit sie nicht unrein würden, sondern das Pascha essen könnten. (Johannes 18,28.) Denn seit der Zeit, da sie sich gegen die Wahrheit verschworen, hatten sie das Wort der Wahrheit weit von sich entfernt. Auch am ersten Tag der ungesäuerten Brote, an dem das Pascha geopfert werden musste, aßen sie nicht ihr gewohntes Pascha, denn sie waren mit etwas anderem beschäftigt, sondern am Tag danach, dem zweiten der ungesäuerten Brote. Unser Herr aber hielt am ersten Tag der ungesäuerten Brote, das heißt am fünften Tag der Woche, das Pascha mit seinen Jüngern.